Anfänge, Aktivitäten und Ausblick


 

Beginn der Aktivitäten

 

Am Weltflüchtlingstag 2010, dem 22. Juni, wurde in einem Rundfunkbericht des bayerischen Senders B5-aktuell über das Schicksal der iranischen Labormedizinerin und Menschenrechtsaktivistin Tania Ahmadikaliji berichtet, die nach Untersuchungshaft und Folter aus ihrem Heimatland in die Türkei geflohen war, um ihr Leben zu retten.

 

Dank der Hilfe der Bundesregierung konnte diese Dissidentin nach §22 AufenthG legal in Deutschland einreisen.  Tania wurde in der Familie des deutschen Arztes Dr. Mayr und seiner Frau herzlich aufgenommen. Alsbald begannen Tania und Dr. Mayr zahlreichen iranischen Dissidenten, die in die Türkei, den Irak oder andere Nachbarländer des Iran geflohen waren, zu helfen, indem sie ihre Fälle dem Auswärtigen Amt zur Prüfung vorlegten. Das war der Beginn der NGO.

 

Es folgten Reisen und Kontaktaufnahmen mit den zuständigen Stellen der Regierung in Berlin, zum Büro der UNHCR in Berlin, Reisen in die Türkei zur Unterstützung von dort lebenden Flüchtlingen, z.B. nach Ankara und in die türkische Provinz. 

 

 

Aufnahme aus dem Ausland (Erstfluchtland)

 

Politische Flüchtlinge aus dem Iran, die in die benachbarte Türkei fliehen, haben dort keine Möglichkeit, Asyl zu beantragen, weil die Türkei das Genfer Flüchtlingsabkommen von 1951 nur auf Flüchtlinge aus europäischen Ländern anwendet. Flüchtlinge aus dem Iran sind dort nicht in Sicherheit. Sie werden in den Büros von UNHCR registriert und hoffen auf Ausreise in einen sicheren Drittstaat. Gleiches gilt für den Irak.

Deutschland nimmt von diesen Flüchtlingen nach § 22 AufenthG Einzelfälle auf, die aufgrund herausragender politischer, oppositioneller oder zivilgesellschaftlicher Aktivitäten in ihrem Heimatland verfolgt wurden.

 

Arbeit und Funktion der NGO 

 

Die NGO dient unter anderem als Vermittler zwischen den Flüchtlingen und der deutschen Regierung. Die Schicksale der Flüchtlinge werden dokumentiert und der Bundesregierung vorgestellt. Vielen Flüchtlingen, die gefährdet und in hoffnunglosen Situationen waren, konnte auf diese Weise zu einer Aufnahme nach Deutschland verholfen werden. 

Mehrere Flüchtlinge wurden auch in Deutschland weiter unterstützt, zum Beispiel durch Beschaffung einer Wohnung, ärztliche Beratung, Kontakte mit deutschen Behörden und Hilfe bei Fragen zur Integration.

Insgesamt wurden weit über 50 Fälle von Flüchtlingen durch die NGO bearbeitet, aufbereitet und an das Auswärtige Amt vermittelt. Der Großteil dieser Flüchtlinge lebt inzwischen in Deutschland.

 

Zusammenarbeit

 

Ansprechpartner bei der deutschen Regierung sind das Auswärtige Amt, mit dem die NGO in regelmäßigem Kontakt steht, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und UNHCR.

 

Im Jahre 2014 leisteten unsere Mitglieder Beiträge zu dem Bericht des Spezial-Berichterstatters Dr. Ahmed Shaheed über die Menschenrechtssituation im Iran (Human Rights Council resolution 25/24  to the 69th session of the UN General Assembly in October 2014). 

 

Ausblick

 

Der Austausch und die Verständigung zwischen den Menschen unserer Erde ist die Grundlage für Frieden. Unserer Vereinigung sieht deshalb in Zukunft ihre Hauptaufgabe in der Förderung des kulturellen Austausches zwischem dem Iran und Deutschland die beste Möglichkeit für eine nachhaltige und friedliche Entwicklung zum Wohle unserer beider Länder, die so reich sind an Dichtern und Denkern, Kunst und Kultur...